
1923 in Barcelona geboren
Antoni Tàpies ist eine der überragenden Künstlerpersönlichkeiten
unseres Jahrhunderts.
Sein Werk hat seine entscheidende Entwicklung in den 50er, 60er Jahren mit
den großen
Materialtableaus und Objekt-Assemblagen und gehört zur klassischen Moderne.
Tàpies mit seiner ganzen Vielfalt und seinem katalanischen Temperament,
mal als Botschafter seiner Kunst,
mal als Philosoph, als Missionar, der die alten ostasiatischen Weisheiten
mit der glühenden Leidenschaft eines Spaniers vorträgt, oder als Magier,
Zauberer, der mit wild gestikulierenden Händen seine Visionen beschreibt.
Seine intensive Beschäftigung mit Mystikern des Mittelalters wie Raimundus
Lullus haben in seinem Werk ihren Niederschlag, auch der Einfluß von Chiffren
und Symbolen dieser Zeit läßt sich nachweisen.
Als sich der damals fünfzigjährige Künstler aktiv an Protestaktionen gegen
Franco beteiligte,
wurde er dafür kurzfristig inhaftiert.
1987 gründete er eine eigene Stiftung in Barcelona, die neben dem
Picasso-Museum und der Miro-Stiftung
das dritte Künstler-Museum in Barcelona darstellt.
